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Frühlingsanfang 20.03.10
Leberblümchen 24.03.2010
Wetter Aktuel

Moin Männers!

 

Vorwort

Kaum nachzuvollziehen, was wir erlebt und was für Strapazen wir durchlebt haben, wenn man nicht selbst dabei war. Über 1000 km mit der Dicken an einem Wochenende, Schlafentzug, Grappa, Bier und, und satt, Temperaturen von 10° Nachts und 27° Tags im Zelt, bei Sonne und Sturm mit heftigem Regen. Aber genau diese Momente sind es, die eine Gemeinschaft zusammenschweißt, Freundschaften festigt, weil man es gemeinsam erlebt bzw. durchlebt hat. Aber am Ende sagt man:"Wir haben es geschafft!!!“ Auch wenn dir alles weh tut, die Sachen stinkdreckig sind und du am liebsten nie wieder Moped fahren willst. Nächstes Jahr bist du garantiert wieder dabei, weil es wie eine Sucht ist und du es auf keinem Fall verpassen willst. Jeder der einmal dabei war kennt den Edervirus, den das Treffen, die Menschen und die Landschaft auf einen ausüben.

 

Donnerstag

 

Nachmittags wurde der Transporter schon mit den Sachen, die sich die Woche über in der Werkstatt und in unserem Anbau angesammelt hatten beladen. Als Schmankel, musste auch Petra´s Kawa mit.

 

Freitag

 

Freitagmorgen so gegen 7:45 Uhr sind Manni, Andy und Uhle in Kiel losgefahren. Petra war da schon mit den Transporten auf dem Weg zu Jihaa um die Sachen von Ralph und Heike einzuladen. Verabredet hatten wir uns für 8:00 Uhr - 8:15 Uhr Ahlbek Tanke Neumünster. Von dort sind wir dann gemeinsam nach Hamburg / Stellingen gefahren, wo der Rest ( Bernd, Christian, Günni ) schon wartete. Mathias konnte die Sonne der Balearen nicht ab und lag mit 39° Fieber im Bett. Dietrich hat seinen Terminkalender durcheinander gebracht und hatte Ausgehverbot von seiner Familie. Juwe sonnte sich noch auf Suse ähhh Malle.

 

Um 9:30 Uhr brachen wir auf, um mit dem Nordstammtisch nicht ins Gehege zu kommen, weil sie sich um 10:00 Uhr dort verabredet hatten. Das Thema Riesenkonvoi hatten wir ja letztes Jahr schon, deswegen hatte wir die Daten von Larz Stammtisch bekommen, damit wir zeitversetzt fahren konnten und er die Nachzügler aufsammelte.

 

Das Wetter war gut, aber wir wussten, dass von Süden her eine Schlechtwetterfront hochzog und wir da durch mussten um ein herrliches Wochenende zu verbringen. Also los! Wie gesagt, 100 km hinter Hamburg trafen wir auf sie und so begann eine 3 stündige Regenfahrt mit vielen Unterbrechungen. Irgendwie schafften wir es aber zwischendurch pünktlich in Hannover / Garbsen zu sein um MoMo mit seiner Familie aufzugabeln.

Als wir die Front durchbrochen hatten, die Klamotten bis auf die Unterhose nass waren und die Temperaturen schlagartig um 13 Grad stiegen, hatten wir die ersten technischen Defekte. Uhle hatte beim absteigen seinen hinteren rechten Blinker getroffen, der jetzt schlaff herunter hing und mit Isolierband geschient werden musste. Die Verkabelung des linken hinteren Blinkers, hatte er schon in Neumünster bei einer Bodenwelle verloren, war aber nicht weiter tragisch, sonst hatte er weiter nix. Schlimmer traf es Christian. Durch das viele Wasser, lief seine Dicke nur noch auf einem Pott und die Ursache musste gefunden werden, da sie nur noch 100 km/h lief und knallte. Nachdem der Hypercharger, die Zündkerzen, der Tank etc. demontiert wurden, kamen wir zu vielen Erkenntnissen, aber zu keinen Lösungen. Da wir jetzt schon eine Stunde in der Sonne brutzelten und die Sachen schon wieder fast trocken waren, entschlossen wir uns, in 2 Gruppen weiter zu fahren. Als MoMos Frau losfahren wollte, sprang der Wagen nicht mehr an und musste überbrückt werden. Keiner hatte Überbrückungskabel für PKW mit. Ein netter Mann bot seine Hilfe an und gab Starterstrom mittels eines Lautsprecherkabels. Wir sollten das Kabel fest auf die Pole der Batterie drücken, während er das gleiche bei MoMos Batterie tat. Keiner von uns traute sich, weil wir ja immer noch nass waren und eigentlich unser Wochenende am Edersee und nicht im Krankenhaus verbringen wollten. Nach langem hin und her klappte es dann auch und das Kabel auf dem Minuspol verschweißte sich stinkend. Fazit: Wenn ihr mal ein Starthilfekabel braucht, haltet einen jungen Golffahrer an, klaut ihm das Kabel der Bassrolle, oder das vom Verstärkter und gut ist.

 

Nun wieder zu Christian. Da die Zündfunken, der einen Zündkerze schwächer waren als die der anderen, musste es an der Zündspule liegen. Da Christian zusätzlich an den Zündspulen Kabel für den Drehzahlbegrenzer hat ( amerikanische Version ) musste der Fehler da liegen. Der Begrenzer klaute den Strom. Wir entschlossen uns langsam weiter zufahren um schon mal die Zelte aufzubauen. Die beiden sollten langsam nachkommen.

 

Wie üblich hielten wir bei Bunny´s Dinner, 100 km vor dem Ziel um bei herrlichem Sonnenschein zu essen. Wir stiegen gerade ab, da kamen Christian und Bernd auch schon. Er hatte die Kabel des Begrenzers an der Blackbox abgezogen und die Dicke lief wieder. So konnten wir gemeinsam den weiteren Weg fortsetzen. Auf dem Platz angekommen, haben wir erstmal die Zelte aufgebaut und ordentlich Party gemacht. Hatten wir uns auch verdient. Die 4 Fässer Bier haben wir nicht ganz geschafft. Trotzdem war unsere Billanz ganz beachtlich. Brandy von Mütze direkt von Malle, 1 Liter Grappa von mir, 1 Kasten Bier von MoMo, 1 Flasche Canadian Club von Andy und 2,5 Fässer Schleswig Holsteiner Landbier von Jiha und Uhle. Budda und Gaby hatten sich dem Nordstammtisch angeschlossen und von Madhouse eine Unterkunft in der Nähe bekommen. Glück muss man haben, da normaler Weise alles ausgebucht ist.

 

Samstag

 

Irgendwie dümpelten wir alle rum. Jeder hatte so seine Problemchen. Kopfaua, nicht geschlafen und und und. Während die einen gerade zu Bett gingen, standen die anderen von uns wieder beim Kaffee am Tisch. Tradition ist Tradition unser Kaffee um 6:00 Uhr, nicht Christian! Sodas unsere bayrischen Wildstarfahrer (auch direkt von Malle / Wildstartreffen 2006) fragten, ob wir auch irgendwann mal schlafen, weil bei uns rund um die Uhr Stimmung war und sie ihre Zelte genau neben uns hatten. Nun, dauert halt ein bisschen, bis man all seine Freunde begrüßt hat!

 

Neben Paul Millner, Mignon, Golden Eagle Manuela, Schatzi Micha, Mütze und Blacksam haben wir eine Menge Leutchen von unserem Treffen 050505 und von unserer Dänemarktour getroffen.

 

 

Der Samstag verlief schleppend. Nach einer ungewöhnlich kalten Nacht, trockneten wir erstmal unsere Sachen. Die Sonne brannte von oben und kein Schatten weit und breit. Im Zelt war es so heiß, dass die Cola kochte. Christian, Bernd, Andy, Gaby und Budda machten eine 150 km Ausfahrt, um die herrliche Gegend kennen zu lernen. Die Tour hatten Verwandte von Christian ausgearbeitet, die wir auch Freitagabend auf dem Platz trafen. Petra fuhr alleine los, um die Altstadt von Korbach zu erkunden. Thorsten Gressmann und Tina düsten auch durch die Gegend.  MoMo und Familie und ich blieben auf dem Platz. Bei zuviel Restalkohol ist es einfach zu Gefährlich auf den engen Bergstrassen.

 

Wir spekulierten, ob Dietrich oder Mathias noch hinterher kommen würden. Mathias fühlte sich Freitagabend schon viel besser und Dietrich war eigentlich nur für besagen Tag verhindert. Und gefreut hätten wir uns allemal. Nachdem wir schon mal Fleisch und Wurst für den Grill, den MoMo mit hatte, besorgt hatten, kamen die anderen von ihrer Tour genau pünktlich zum Essen zurück.

 

Weder Thias noch Dietrich erschienen, aber unser Bruder Randi schaute vorbei, um den Abend mit uns zu verbringen. Welcher auch noch sehr schön und lang wurde. Samstag, am späten Nachmittag zog sich der Himmel zu und bedrohlich schwarze Wolken erschienen am Himmel. Die Einheimischen sagen, dass zieht vorbei, aber wir Nordis sturmerprobt erkannten das Potenzial was dahinter steckte und verstauten schon mal die Sachen die wir Abends und Sonntag Morgen nicht brauchten im Transporter. Da wir nur eine kleine Gruppe waren und die meisten im Festzelt aßen, verstauten wir erstmal unsere Sachen, machen die Zelte der anderen zu und schmissen die Stühle und Liegen bei MoMo unter den Pavillon. Dann brach das Unwetter los. Blitz und Donner mit Böen von 100 km/h fegten über den Platz, begleitet von heftig Regen. Menschen liefen panisch über den Platz um Hab und Gut zu sichern. Auch ich versuchte fieberhaft zusätzliche Halteleinen an meinem Zelt anzubringen was komisch ausgesehen haben muss. Stellt euch vor, schwerstes Unwetter und ein Halbnackter tanzt mit Stricken und Axt bewaffnet um sein Zelt. Andere hat es hart getroffen. Sie hatten mehrere Pavillons zusammen gekettet und so eine riesige Segelfläche hergestellt, die der Sturm dankbar annahm. Obwohl sie mit mehreren versucht haben, die Stangen festzuhalten, zerlederte der Sturm das Gerüst ohne Probleme, so das sie hilflos zusehen mussten wie der Pavillon wegflog und in Trümmern irgendwo landete und sie nun Obdachlos im Regen standen.

 

Genauso schnell wie der Sturm kann, verschwand er auch wieder und so beruhigten sich die Gemüter und man ging zur Live Musik, zum Grill, zum Bierstand mit Happy Hour um den Abend ausklingen zu lassen. Bei der Tombola war dies Jahr kein Blumentopf zu gewinnen, nur ein Base Cap ging in unsere Reihen. Danach wurde die weiteste Anreise prämiert. Das waren dies Jahr 1250 Km. Das war ein Typ aus Südwestengland ( den ich persönlich immer zum Nordstammtisch gezählt hatte ). Er war Mittwoch schon losgefahren. Die ungarischen Gäste gingen mit 1200 Km leer aus.

 

Sonntag

 

Wie gewohnt hatten wir um 6:00 Uhr unseren ersten Kaffee und um 8:00 Uhr fast alles verstaut. Straff durchorganisiert wie immer, so das ich schon angesprochen wurde, wie wir das so schnell geschafft haben. Er sei doch schließlich nur mal schnell auf Toilette gewesen und als er wieder kam war alles weg, der Platz aufgeräumt und die Mopeds vom Tau befreit. (Frage, wie lang war er auf Toilette?) Nein, wir haben die Zeltplanen einfach so in den Transporter gelegt, da sie sowieso gereinigt werden mussten. Und das geht halt schnell. Einige wollten das ausgiebige Frühstücksbuffet am Campingplatz nutzen und fuhren rüber. Schon wieder technische Probleme! 2 Mopeds sprangen nicht an und mussten überbrückt werden. Langsam glaub ich, unsere Mopeds sind der Harley näher als wir glauben.

 

Auf dem Rückweg hatten wir am Anfang sonniges Wetter und wir konnten noch einmal die schöne Gegend bewundern. Über kurvige Straßen immer wieder Berg auf, Berg ab, herrlich!!!! Bei Buddas Wilden knallte die Kupplung, ohne das was zu sehen war, also entschlossen wir uns weiter zu fahren und der Fehler tauchte nicht mehr auf.

 

Je näher wir nach Hannover kamen, je schlechter wurde das Wetter und so war wieder Regenfahrt bei Gewitter und Sturm angesagt. Auf einem Rastplatz stellte Budda fest, das sein Kupplungszug halb gerissen war. Da wir aber nur noch Autobahn zu fahren hatten, erschien uns das nicht weiter tragisch und wir fuhren weiter.

 

Auf der Raststätte Garbsen verabschiedeten wir MoMo und Familie und Buddas Kupplungszug hing nur noch an 2 Litzen. So konnte er nicht mehr weiter fahren. Da wir sowieso eine längere Rast eingeplant hatten, entschieden wir uns, ihn schnell zu wechseln. Das schöne an so einer Ausfahrt ist, dass jeder immer irgendwas dabei hat, was man gebrauchen kann. Bernd und Petra Werkzeug, Jiha Zündkerzen und Uhle seit 3 Jahren einen Ersatzboutenzugsatz von Louis für 5 Euro. Der jetzt endlich mal benutzt wurde!

 

Nachdem sich auch Budda und Gaby verabschiedet hatten, ging unsere Regenschlacht weiter, immer Richtung Nord und immer dem Sturm entgegen. Nach dem ich durch unkonzentrierte  Fahrweise in unseren Konvoi das dritte mal ins schleudern gekommen bin, verließ ich zu meiner eigenen Sicherheit den Konvoi. Der Sturm liest nach, der Regen wurde weniger, und ich bin den Rest der Heimfahrt ohne Problem in Richtung Lütjenburg gefahren.

 

Manni