In Deutschlands schönstem und nördlichstem Bundesland, Schleswig-Holstein, liegt der Naturpark Holsteinische Schweiz. Die Landschaft dieser Region ist das Ergebnis der letzten Eiszeit und des ihr unmittelbar folgenden gewaltigen Schmelz- und Geschiebevorganges. Vor ca. 20.000 Jahren war hier noch ein dicker, schmutziger Eispanzer von mehreren hundert Metern Stärke; die folgende Klimaveränderung hinterließ eine vielgestaltige, abwechslungsreiche und einmalige Landschaft (Landschaftstyp "Jungmoränenlandschaft"). Der landschaftliche Reiz dieser Region erklärt sich aus der Vielzahl der Seen die von dem wunderschönen Holsteinischen Hügelland eingebettet sind. Viele werden von den Flüssen Schwentine, die viele der Seen verbindet und in die Kieler Förde mündet, und der Kossau (Mündung in den Großen Binnensee) durchflossen. Neben großen Seen wie dem Großen Plöner See, dem Selenter See, dem Dieksee oder dem Kellersee sind auch kleinere Seen wie der Lankersee, Kirchsee und Postsee um Preetz gelegen und wie der Ukleisee, der vollständig im Wald liegt, bekannte und immer wieder gewählte Motive der romantischen Malerei.
Im Herzen des Naturparks liegen die Städte Eutin, Lütjenburg, Malente, Plön, Preetz und Schönberg. Am einfachsten erreichen Sie die Städte über die A7 aus über die Bundesstrasse 430, 202 und 502, oder von der A1 u. A 21 aus über die Bundesstrasse 76, 404 u. 202.
Holsteinische Schweiz
Hohwachter Bucht Westansicht
Hohwachter Bucht Ostansicht
Kap Alt Hohwacht mit Seebrücke
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Der "Holzbergturm" bei Neversfelde soll allen Besuchern einen weiten Blick über die schöne Holsteinische Schweiz mit ihrer charakteristischen Seenlandschaft, dem typischen Hügelland und bekannten Bauwerken ermöglichen. Er ragt in seiner stabilen und dennoch transparenten Bauweise vom 89,6 Meter hohen Holzberg empor.
Auf dem Holzberg in der Holsteinischen Schweiz entstand 1908 der erste Aussichtsturm als geschlossener Holzturm mit einer Grundfläche von sechs mal sechs Metern. Er wurde von einheimischen Bürgern zu Ehren eines großen Zeitgenossen geplant und erbaut: Otto Fürst Bismarck, daher nannte man diesen Turm auch "Bismarckturm". Im Jahr 1910 bestiegen ca. 5.000 Besucher den Turm, 1911 waren es ca. 6.000 Besucher.
Infolge erheblicher Sturmschäden wurde der Turm 1918 abgerissen, da für die notwendige Reparatur keine Mittel aufgebracht werden konnten. Spätere Versuche der Bürger, einen neuen Aussichtsturm zu errichten, konnten nicht verwirklicht werden. Eine kleine Gastwirtschaft wurde dann statt des Turms auf dem Gelände errichtet, in der etwa 40 Gäste bewirtet werden konnten.
Im Jahr 1977 wurde noch einmal der Gedanke aufgegriffen, auf dem Holzberg einen hölzernen Aussichtsturm von ca. 40 bis 50 Metern Höhe aufzustellen. Das Vorhaben wurde aber nicht weiter verfolgt.
Der im Jahr 1996 gegründete Verschönerungsverein Neversfelde hatte sich die Aufgabe gestellt, den Ort Neversfelde attraktiver und schöner zu gestalten. 1997 tauchte die Idee auf, einen neuen Versuch zu starten und einen Aussichtsturm am alten Standort auf dem Holzberg in Neversfelde zu errichten. Die Grundidee war, eine Attraktion für die Belebung des Fremdenverkehrs zu schaffen - ein gewaltiges Ziel für einen kleinen Verein.
Helmut Bahlert wurde die Aufgabe übertragen, das Projekt zu koordinieren, zu planen und zu überwachen. Ein erster Entwurf wurde gefertigt, eine Bauvoranfrage wurde beim Kreis Ostholstein gestellt. Nachdem sich der positiv äußerte, wurden erste Verhandlungen mit dem Forstamt Eutin aufgenommen und ein Pachtvertrag für das benötigte Grundstück geschlossen. Damit waren die ersten Hürden genommen.
Ein mühevoller Weg folgte, der zu Fördermitteln führte, aber auch die Eigenhilfe in den Vordergrund stellte. Der Grundstein konnte im August 2004 gelegt werden, eröffnet wurde der 28,5 Meter hohe, aus Lärchenholz gebaute Aussichtsturm im Juli 2005. Offiziell eingeweiht wurde er am 25. August 2006. Der Holzbergturm ist für Besucher kostenlos zu besichtigen und ganzjährig geöffnet.
90 Kubikmeter Beton bilden das 8 x 8 m große Fundament. 30 x 30 cm dicke Lärchenbalken tragen die Konstruktion. 140 Stufen der Wendeltreppe führen hinauf auf die zwei Plattformen in 16 und 24 m Höhe. Insgesamt wurden 90 Kubikmeter Holz verbaut. Für den Bau des Holzbergturms wurden allein an Eigenleistung 35.000 Euro aufgebracht.
Für diesen Turm wurde der Verschönerungsverein Neversfelde mit ihrer damaligen Vorsitzenden Sabine Marth Anfang 2006 mit dem Bürgerpreis der Gemeinde Malente ausgezeichnet, der als weithin sichtbares Signal ehrenamtlichen Engagements überreicht wurde.
Vom Holzbergturm aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die Holsteinische Schweiz mit ihrer charakteristischen Seenlandschaft, dem typischen Hügelland und bekannten Bauwerken. Bei klarer Sicht sind von der oberen Plattform sogar die Werftkräne in Kiel zu sehen, auch die hohen Gebäude an der Ostsee zeigen sich zeitweise dem beeindruckten Betrachter.
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Und hier noch mehr Infos von Schleswig Holsteins Seen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Seen_in_Schleswig-Holstein